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  Agritourismus in Apulien - Gesetze und Rechtsvorschriften
Wie für jede Tätigkeit gibt es Gesetze, die den Agritourismus regeln. So auch ist es wichtig, den nicht immer klar abgrenzbaren Bereich der Agritourismus-Tätigkeit mit Bezugnahme auf die derzeit geltenden Rechtsnormen näher darzustellen



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Derzeit in Kraft stehende Gesetze:
- Regionalgesetz Nr. 34, Apulien 22. Mai 1985 (Bestimmungen zum Agritourismus)
- Gesetz Nr. 96 vom 22. Februar 2006 (Agritourismus-Regelung);
Diese Gesetze haben den Bereich des Agritourismus erstmals und auf autonome Weise geregelt, indem sie die Zwecke, die Rechtsnatur, die subjektiven und objektiven Voraussetzungen sowie den verwaltungsrechtlichen Aspekt festlegen und definieren. Als Spezialgesetze haben diese die Regelung eines Bereichs zum Gegenstand, der zuvor durch kein anderes Gesetz geregelt war. Aus diesem Grund sind die genannten Gesetze die einzige Rechtsquelle für den betreffenden Bereich..
Das gesamte Regelwerk verfolgt aus funktioneller Sicht die Absicht des Gesetzgebers – der dabei mit großem Weitblick agierte - die Landwirtschaft mit Hilfe der Förderung geeigneter Formen von Tourismus auf dem Lande zu unterstützen und damit:
a) die Entwicklung und das Gleichgewicht der landwirtschaftlichen Flächen zu fördern
b) den Bestand der Landwirte in den ländlichen Gegenden mittels Integration von gewerblichen Einkünften sowie der Verbesserung der Lebensbedingungen zu begünstigen
c) das natürliche und geschaffene ländliche Erbe besser zu nutzen
d) die Erhaltung und den Schutz der Umwelt sowie
f) die Traditionen und kulturellen Initiativen der ländlichen Gegenden zu fördern
g) sozialen und jugendlichen Tourismus zu entwickeln
h) die Beziehungen zwischen Stadt und Land zu verbessern und
l) die landwirtschaftlichen Erzeugnisse mit entsprechenden, kompatiblen Tätigkeiten anzureichern, welche die Bedürfnisse eines ausreichenden Umweltschutzes und der Pflege von natürlichen Räume garantiert.

Unter landwirtschaftlicher Tätigkeit werden ausschließlich der Empfang und die Beherbergung durch den landwirtschaftlichen Unternehmer selbst (auch in Form von Kapital- oder Personengesellschaften bzw. Vereinigungen) durch Benutzung des eigenen Betriebs und im Zusammenhang mit Viehzucht, Ackerbau, Bewirtschaftung und Forstwirtschaft verstanden.

Zu diesen Tätigkeiten gehören:
a. Empfang und Bewirtung der Gäste, auch im Freien.
b. Gerichte und Getränke, die aus eigener Produktion bzw. von Betrieben aus der Umgebung stammen. Dazu gehören (hochprozentige) alkoholische Getränke und insbesondere typische Produkte, welche die Bezeichnungen (geschützten Ursprungs) DOP,IGP, IGT, DOC und DOCG tragen.
c. das Organisieren von Freizeit-, Kultur-, Unterrichts-, Sportaktivitäten sowie Exkursionen und Reiturlauben auch außerhalb des dem Betrieb zur Verfügung stehenden Geländes zum Zwecke der Förderung des ländlichen Erbes. .

Es besteht demnach eine:
- SUBJEKTIVE VORAUSSETZUNG: Diese besteht darin, landwirtschaftlicher Unternehmer, d.h. Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebes, zu sein. Die Landwirtschaft und der Agritourismus sind jeweils von ein und derselben Person zu betreiben.

- OBJEKTIVE VORAUSSETZUNG: die Agritourismus-Tätigkeit hat innerhalb des landwirtschaftlichen Betriebs stattzufinden. Dabei sind die vorhandenen Einrichtungen und Ressourcen (Infrastruktur, Ausstattung, Erzeugnisse) zu nützen. Weitere Voraussetzung ist demnach, dass die Landwirtschaft tatsächlich in Betrieb ist.
Die Agritourismus-Tätigkeit kann in allen dem Landwirtschaftsbetrieb angehörenden Gebäuden und somit auch in nicht unmittelbar der Landwirtschaft dienenden Einrichtungen durchgeführt werden..

In Anbetracht der landwirtschaftlichen Natur des Agritourismus wird auf die diesbezüglichen speziellen Normen des Verwaltungsrechts verwiesen.

Die Eintragung im Regionalverzeichnis der Agritourismus-Betriebe ist unabdingbare Voraussetzung zur Erteilung der Betriebsgenehmigung von Seiten der Gemeinde.

Diese Genehmigung ersetzt alle anderen verwaltungsrechtlichen Anordnungen.

Der landwirtschaftliche Betrieb führt seine Agritourismus- Tätigkeit auf Grundlage der “speziellen”, durch den Bürgermeister erteilten und von jener des Hotel- oder Tourismusbetriebes bzw. sonstigen öffentlichen Einrichtungen verschiedenen Genehmigung aus. Die Verschiedenheit der Genehmigungen lässt sich unter anderem damit erklären, dass die „gemeindliche Genehmigung zum Betrieb eines Agritourismus-Betriebes“ keine Genehmigung der öffentlichen Sicherheit darstellt.

Aus diesem juristischem Vorwort geht hervor, dass der Gesetzgeber die Agritourismus-Tätigkeit für eine Entwicklung des ländlichen Raums nutzen möchte und sich dabei auf die Berufung und die Ressourcen jener Gebiete stützt, in denen die Landwirtschaft bereits eine zentrale Rolle spielt.

Die Landwirtschaft wird somit nicht mehr nur in ihrer traditionellen Funktion betrachtet, sondern als eine multifunktionale Gesamtheit, die über die wirtschaftlichen Dimensionen eines landwirtschaftlichen Betriebs hinausgeht und nun mehrere Entwicklungsfaktoren bietet: die landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die Verarbeitung von Nahrungsmitteln, das traditionelle Kleinhandwerk sowie die Beherbergung und Unterkunft.

All diese Aktivitäten bilden die Grundlage für die Tätigkeit eines einzigen Unternehmens, welches seinen Schwerpunkt auf die Professionalität des landwirtschaftlichen Betreibers und dessen Mitarbeiter setzt.

Der Agritourismus besteht nicht nur in einer Umstellung von (dem landwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr dienenden) Gebäuden und Landschaft, der Herstellung typischer Produkte und des Personal, sondern auch in einer Schutz- und Entwicklungsfunktion für die Umwelt und das betreffende Gebiet.

Diese umfassende Wertsteigerung der landwirtschaftlichen Ressourcen mit Hilfe der Empfangs- und Beherbergungsfunktion ist für landwirtschaftliche Betriebe zweifellos verwirklicht worden.

Der Agritourismus ist somit eine Gesamterfahrung, welche auf individuelle Art das sozialisierende Zentrum von Tätigkeiten darstellt, die sowohl im Zusammenhang mit der Landwirtschaft als auch mit der ländlichen Gegend steht. Das Gesetz selbst sieht eben jene Verbindung der Agritourismus-Tätigkeit mit dem Territorium vor.

Nur dort, wo bereits ein landwirtschaftlicher Betrieb besteht, kann auch ein Agritourismus betrieben werden.

So ist es nicht möglich, einen Ort auszusuchen und dort im Einklang mit dem Stadtentwicklungsplan eine neue Struktur zu errichten - wie dies etwa im Bereich der Gastronomie und des traditionellen Tourismus geschieht.

Der Gesetzgeber verfolgt das Ziel, die Entwicklung und das Gleichgewicht des Gebietes mit Hilfe der besseren Nutzung des natürlichen und von Menschenhand errichteten ländlichen Erbes wiederherzustellen.

Der Gast findet im Agritourismus-Betrieb, der ihn „beherbergt“ die Möglichkeit, den natürlichen, ihm zur Verfügung stehenden Raum zu nutzen und mit eigenen Händen das ländliche Leben kennen zu lernen.

Und schließlich sei nur kurz daran erinnert, dass wir aufgrund unserer meridionalen und italienischen Wurzeln mit dem Begriff “Urlaub” stets einen Aufenthalt am Land verbinden.

Der Agritourismus ist daher die Wiederentdeckung einer ganz und gar italienischen Vergangenheit: was waren einmal unsere „Masserien“ oder „Meiereien“ wenn nicht Produktionszentren, an denen außer der eigentlichen Landwirtschaft weitere Tätigkeiten des Empfangs und der Unterkunft, des Handwerks sowie der Agrar- und Nahrungsmittelverarbeitung stattfanden.

Sie waren eine wirtschaftlich-produktive Wirklichkeit, die versuchte, die im landwirtschaftlichen Betrieb vorhandenen Ressourcen bestmöglich zu nützen.

Die Landwirtschaft durchlebt eine sehr kritische Zeit und auf kurzem Weg wird es zu einem rapiden Absturz der in den klassisch-traditionellen Bereichen der Landwirtschaft Beschäftigten kommen.

Die „Multi-Funktionalität” der Landwirtschaft ist daher mehr als nur ein neues Rezept, um diesen Probleme zu begegnen und die Vielfältigkeit von landwirtschaftlichen Tätigkeiten zu fördern: diese ist die Neuentdeckung eines in der Vergangenheit bereits durch kluge Landwirte angewendeten Betriebsmusters.

Gerade in Süditalien gibt es viele Regionen, die über ein großes Potenzial an Agritourismusressourcen verfügen. Man denke nur an die wunderschönen Gutshöfe (Masserien) – in ganz Apulien verstreut und einer vom anderen doch so verschieden, dass es nicht schwierig ist, sich vorzustellen, dass jeder Gutshof eine jeweils eigene Rolle und Geschichte im Laufe der Jahrhunderte einnahm.

Die Masserien sind Zeugnisse einer meridionalen Kultur, die inzwischen vom Verschwinden bedroht ist. Denn trotz vieler Agritourismus-Tätigkeiten befinden sich leider dennoch die meisten Gutshöfe in einem  regelrecht verlassenen Zustand 

Die Renovierung und Nutzung dieser Strukturen ist ganz ohne Zweifel ein verdienstvolles Werk von Privaten, die aber von regionalen Körperschaften gefördert werden sollte.

Der Agritourismus versteht sich als ein vom traditionellen Tourismus zu unterscheidendes, alternatives Konzept. Dies gilt sowohl für die Betreiber als auch für die Gäste. Es geht nicht um das, was angeboten wird, sondern vor allem darum, in welcher Form und an welchem Ort dies geschieht. Das Geheimnis zum Erfolg des Agritourismus liegt in seiner besonderen Art der ländlichen Gastfreundschaft, die den Kunden tatsächlich als Gast des Hauses versteht. Und genau darin liegt auch der Unterschied zwischen dem Personal von Agritourismus-Betrieben und jenem von Hotel- und Restaurantbetrieben.

Der Gast spürt diesen Unterschied und entscheidet so, wo er seinen Urlaub verbringen möchte. Kurz gesagt: der Agritourismus ist eine der wenigen Tätigkeiten, die es erlaubt, zur Erreichung von sozialen Zwecken die betriebliche Verschiedenartigkeit zu fördern und somit zu einer wirklichen Gelegenheit werden zu lassen, die Beschäftigung in der Landwirtschaft zu fördern bzw. gar neu zu schaffen. Apulien verfügt über zwei große Berufungen: die Landwirtschaft und den Tourismus – die Synthese aus beiden ist der Agritourismus.
   
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  Agriturismo Masseria Salamina Agritourismus in Apulien
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